GF42.45-P-2000A ESP Bremsmomentregelkreis Funktion 16.9.96

TYP  140 mit CODE (472a) Electronic-Stability-Program (ESP)
TYP  129 mit MOTOR 104, 119, 120 mit CODE (472a) Electronic-Stability-Program (ESP)
TYP  210 mit MOTOR 119 mit CODE (472a) Electronic-Stability-Program (ESP)


Mit den Bauteilen der Elektrik/Elektronik werden die entsprechenden Funktionen des Bremssmomentregelkreises gesteuert.

Die Spannungsversorgung des Steuergerätes ESP (N47-5) erfolgt bei den Typen 129 und 140 über das Grundmodul (N16/1), beim Typ 210 über das Relaismodul (K40).

Das Steuergerät ESP (N47-5) erhält Eingangssignale von folgenden Bauteilen:

4 Raddrehzahlgeber
Lenkwinkelsensor
Querbeschleunigungssensor
Drehgeschwindigkeitssensor
Bremsdrucksensor ESP
Bremslichtschalter
Schalter Feststellbremse
Steuergerät ME über CAN-Datenleitung
Steuergerät EGS über CAN-Datenleitung
Schalter ESP OFF



  Die Eingangssignale werden im Steuergerät ESP zu Ausgangssignalen für folgende Bauteile verarbeitet:

Vorladepumpe
Magnetventile Hydraulikeinheit
Hochdruck-/Rückförderpumpe (über Relais)
Steuergerät ME über CAN-Datenleitung
Steuergerät EGS über CAN-Datenleitung
Warnleuchte ESP (seriell oder über CAN-Datenleitung)
Kontrolleuchte ABS (seriell oder über CAN-Datenleitung)
Kontrolleuchte ESP oder BAS/ESP (seriell oder über CAN-Datenleitung)

Das Steuergerät ESP (N47-5) entscheidet aufgrund der Eingangssignale, welche der 6 Betriebsarten

Normalbetrieb
ABS-Regelbetrieb
ASR-Regelbetrieb
MSR-Regelbetrieb
ESP-Regelbetrieb
ESP-Aus-Betrieb

geschaltet werden muß.

Normalbetrieb
In diesem Fall liegt kein Fahrzustand vor der einen Regelbetrieb erfordert. Sämtliche Magnetventile in der Hydraulikeinheit ESP (A7/3) sind in Grundstellung, also stromlos geschaltet. Das System ist bremsbereit.
Diese Betriebsart besteht auch wenn eine Störung bei ESP oder ABS vorliegt. Die Antriebsmomentregelung ist nicht aktiviert.

ABS-Regelbetrieb
Aus den Raddrehzahlsignalen erkennt das Steuergerät ESP (N47-5), daß die Kriterien für eine ABS-Regelung vorliegen und es werden die entsprechenden Magnetventile in der Hydraulikeinheit angesteuert.
Die Magnetventile für die Vorder- und Hinterachse in der Hydraulikeinheit ESP (A7/3) werden einzeln angesteuert (4-Kanal-Regelung).

ASR-Regelbetrieb
Sobald ein Antriebsrad zum Durchdrehen neigt, steuert das Steuergerät ESP (N47-5) die Vorladepumpe (M15), die Hochdruck- /Rückförderpumpe (A7/3m1), das Umschalt-Magnetventil Hinterachse, das Vorlade-Magnetventil Hinterachse und die Magnetventile für die Hinterachse an. Die Ansteuerung der Magnetventile für die Hinterachse links / rechts erfolgt getrennt.
Durch das Betätigen des Bremspedals wird über den Bremslichtschalter der ASR-Regelbetrieb abgebrochen.
  ESP-Regelbetrieb
Im Steuergerät ESP (N47-5) werden die Signale der Raddrehzahlen, dem Lenkwinkel, der Drehgeschwindigkeit des Fahrzeuges, der Querbeschleunigung sowie dem Bremsdruck des Vorderachskreises von einem Fahrzustandsregler erfaßt und verarbeitet. Nach Auswertung der Eingangssignale werden Vorladepumpe (M15), Vorlade-Magnetventile, Umschaltventile, Hochdruck-/ Rückförderpumpe (A7/3m1) sowie die erforderlichen Magnetventile angesteuert, um den Bremsdruck in den einzelnen Radbremsen einzuregeln.

ESP-Ausbetrieb (ESP OFF)
Bei Betätigung des Schalters ESP OFF (S76/6) wird die ASR-Antriebsmomentregelung abgeschaltet und dadurch die ESP-Stabilitätsfunktion beim Beschleunigen aufgehoben. Beim Bremsen bleibt die ESP-Stabilitätsfunktion weiterhin erhalten. Die MSR-Regelung bleibt aktiv, wird jedoch unempfindlicher geschaltet.
In dieser Schalterstellung erfolgt über den Bremsmomentregelkreis bis 40 km/h bei einem durchdrehenden Antriebsrad ein Bremseneingriff. Sind weiterhin Zuschaltbedingungen vorhanden, so bleibt der Bremseneingriff bis max. 60 km/h erhalten. Jedoch wird das Bremsmoment kontinuierlich zurückgenommen.



  ABS Regelbetrieb Funktion   GF42.45-P-3000A
  ASR Regelbetrieb Funktion   GF42.45-P-3500A
  ESP Regelbetrieb Funktion   GF42.45-P-3700A